Faszination Afrika

Afrika. Die Wiege der Menschheit

Arbeiten, Reisen und Leben in Afrika

Afrika ist anders als alle anderen Kontinente. Die Geschichte ist geprägt durch Rassendiskriminierung und Völkermorde, die bis heute nicht gänzlich überwunden werden konnten; Kriege, von denen in den Medien kein Wort berichtet wird, weil sie entweder wirtschaftlich unbedeutend sind oder weil sie weder dem Lifestyle noch der Selbstverwirklichungsideologie der westlichen Länder entsprechen; durch Kolonialismus, über dessen Rechtfertigung und Ursprung fast niemand mehr nachdenkt; Kriminalität, die an vielen Stellen zur Selbstverständlichkeit wurde und Armut, obwohl Afrika von keinem der anderen Kontinente an Reichtum, begehrten Bodenschätze und Artenvielfalt übertroffen werden kann.

Doch das heutige Afrika befindet sich im Umbruch:

es werden Metropolen errichtet, Universitäten gegründet, Zweigstellen internationaler Großkonzerne etabliert; Investmentfonds, die nicht mehr auf BRIC-Staaten, sondern auf „politisch gemäßigte“ afrikanische Staaten setzen, in denen die Wirtschaft boomt. Reiseführer bewerben die atemberaubende Landschaft, die die Vielfalt der Erde auf einem Kontinent widerspiegeln kann, die Tierwelt, die vom Aussterben bedroht war und nun doch dabei ist gerettet werden zu können, Safaris die das „Abenteuer Afrika“ erlebbar machen können;

Afrika ist viel mehr als das:
Es sind die Menschen, denen man begegnet. Afrikaner leben das Leben. Durch die unzähligen politischen Ungerechtigkeiten, die den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen wiederfahren sind, lernten sie zu verzeihen, den Augenblick zu genießen und in die Zukunft zu blicken. Über Jahrzehnte der Unterdrückung wurde ein Stolz entwickelt, den kaum ein Europäer/Amerikaner und Australier nachempfinden kann.
Dennoch haben wir Angst und verpassen dadurch eine Welt voller wunderbarer, warmherziger Menschen – farbenfroh, lebenslustig, unberührt und einzigartig. Es ist die Vielfalt, die Toleranz, die Bevölkerung, das Herz, das Vergeben, jedoch niemals vergessen, das Afrika so besonders macht.

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Foto Credits: Annie Spratt

Warum Deinen Freiwilligendienst in Afrika absolvieren?

Weil es Dein Leben verändern wird. Nur an wenigen Plätzen der Erde treffen Gegensätze so sehr aufeinander: schwarz und weiß, arm und reich, Recht und Unrecht, Liebe und Hass, Korruption und Gerechtigkeit, Zivilisation und Wildnis. Noch ist Mosambik unberührt vom Massentourismus, doch das wird sich bald ändern. Obwohl sich die Wirtschaft und die Infrastruktur im Aufbau befinden, werden die Mosambikaner von Naturkatastrophen, Dürreperioden und Hungersnöten heimgesucht. Mit kululeku kommt soziale Hilfe da an wo sie wirklich gebraucht wird.

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Faszination Mosambik:

Weniger kommerziell als andere afrikanische Länder, ein Ort an dem die wahre afrikanische Kultur an jedem Ort zu spüren ist – von Maputo bis Pempa.

Am besten lest Ihr unsere Erfahrungsberichte… Um Euch trotzdem einen groben Überblick über das Land zu geben, hier die „hard facts“: Mosambik liegt südöstlichen des afrikanischen Kontinents, neben Tansania im Norden, Malawi im Westen und Südafrika im Süden. Es ist durch die portugiesische Kolonialherrschaft geprägt. Die Bevölkerung ist in unterschiedliche ethnische Gruppen und somit auch Sprachen unterteilt.
Unberührt, unentwickelt und ungezähmt, Mosambik zeichnet sich durch seine wilde Schönheit und seinen exotischen Einfluss aus, der den touristischen Einfluss schnell wachsen lässt. Ein fast 3000 Kilometer langer sämiger und teils felsige Küstenstreifen, malerische Strände und abgeschiedene Inselwelten treffen hier auf Weltklasse-Korallenriffe, die zum Schwimmen, Schnorcheln und Segeln einladen und für atemberaubende Sonnenuntergänge bekannt sind. Küsten, dessen weißglühender Sand scheinbar mit dem lichtdurchlässigen Indischen Ozean verschmilzt.

Vilanculos und Bazaruto

Vilanculos ist eine Küstenstadt in der Provinz Inhambane, auch bekannt als Mosambiks Hauptstadt für Wassersport und liegt knapp 720 Kilometer nördlich von Maputo. Mit nahezu 40.000 Einwohnern gehört das Festland Vilanculos zu einer schnell heranwachsenden Stadt an der Küste des Indischen Ozans, zudem ist es Empfänger beträchtlicher ausländischer Investitionen in seine touristische Infrastruktur. Vilanculos besitzt einen internationalen Flughafen, von dem aus mehrere regionale Ziele angeflogen werden, unter anderem Johannesburg, Maputo, Swasiland und Durban. Es ist außerdem Ausgangspunkt für das bekannte Bazaruto Archipel, eines der letzten Paradiese dieser Erde.

Bazaruto ist der einzige Unterwasser-Nationalpark Mosambiks – unverbrauchte Natur, kilometerlange einsame Paradiesstrände, eine intakte Unterwasserwelt mit blühenden Korallengärten und überaus freundlichen Menschen. Das Archipel bietet jede Menge Highlights sowohl über als auch unter Wasser. Die Inseln selbst sind eine Mischung aus Tropeninsel, afrikanischer Savanne und Sahara: Riesige weiße Sanddünen – Überbleibsel des vor Millionen Jahren hier verlaufenden Limpopo Rivers – bieten jeweils auf der Ostseite der Inseln eine wahrhaft spektakuläre Strandkulisse, während die Westseite mit karibischem Tropenflair lockt.

Wer das Besondere fernab des Massentourismus sucht, wird hier fündig. Bekannt sind die Inseln vor allem auch durch ihren enormen Fischreichtum. Es bietet sich eine intakte Korallenwelt mit zahlreichen Großfischen wie Mantas, Haien, Delfinen und einer unglaublichen Vielfalt an tropischen und subtropischen Fischen.

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Wochenendausflug nach Bazaruto.

Der Markt in Vilanculos.

Anreise

Vilanculos ist am besten über Maputo oder Johannesburg erreichbar. Der Flug aus beiden Städten dauert nicht mehr als 2 Stunden. LAM, die nationale Fluggesellschaft Mosambiks fliegt Vilanculos täglich an; SSA, die südafrikanische Fluggesellschaft verbindet Johannesburg mit Vilanculos 2 mal die Woche. Die Zeitverschiebung beträgt im Winter +1 Stunde zur MEZ. Es ist also entweder möglich direkt nach Vilanculos zu fliegen oder aber auch die kostengünstigere Variante zu wählen und ab Maputo mit dem Bus nach Vilanculos zu fahren. Die Fahrt dauert ca. 11 Stunden und kostet nicht mehr als 15000 Meticals. Des Weiteren bieten wir auch einen privaten Shuttle-Service an – je nachdem wie viele Leute zusammen in Maputo ankommen und nach Vilanculos fahren, kann Euch unsere Partneragentur einen guten Preis machen.

Klima

Die Trockenzeit geht von März bis November mit Temperaturen zwischen 15-23 Grad. Eine dünne Jacke ist für den Abend ratsam. Die „Regenzeit“ von Dezember bis Februar kann mit Temperaturen zwischen 23 und 34 Grad sehr heiß werden. Die Wassertemperaturen liegen von November bis März bei durchschnittlich 29 Grad, von Mai bis September bei 22 Grad.

Kultur und Geschichte

Abgelöst wurde die portugiesische Kolonialherrschaft durch einen jahrelangen Bürgerkrieg, furchtbare Hungersnöte und lange Dürreperioden; Mosambik hat es in den letzten Jahren nicht leicht gehabt! Seit der Unterzeichnung des Friedensvertrages 1992 ist Mosambik mit deinem Wiederaufbau beschäftigt und öffnet nun auch Touristen wieder seine Tore.

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Aktivitäten

Bazaruto

Bazaruto ist das Strandparadies schlechthin. Die Strände sind kilometerlang, schneeweiß – und vor allem menschenleer. Als wir das erste Mal mit dem Boot von Jeff´s Sunset Dhow Safaris auf die Insel kam, war unser erster Gedanke: „Warum zum Teufel, habe ich noch nie zuvor etwas von diesem absoluten Paradies gehört?!“ Bazaruto gehört zu den Top-Highlights des südlichen Afrikas.

Ein Trip zu der Hauptinsel Bazaruto ist inklusive. Ihr werdet samstags mit einem Motorboot, direkt vor Eurem Haus abgeholt und fahrt mit einem Schnellboot ca. 45 Minuten zur Insel. Dort bekommt Ihr erst mal ca. 2 Stunden Zeit für Euch um die Insel zu erkunden, während Jeff´s Leute Euch ein super leckeres, lokales Essen mit viel Fisch und Früchten frisch zubereiten. Nach dem Mittagessen werden Ihr zum Two-Mile-Reef gebracht, wo ihr schnorcheln oder die Zeit in der Sonne auf dem Boot verbringen könnt. Im Anschluss macht Ihr einen kurzen Zwischenstopp auf der Insel Benguerra. Benguerra ist die zweitgrößte Insel des Archipels, jedoch wesentlich kleiner als Bazaruto. Allerdings steht sie Ihrem großen Bruder an Schönheit in nichts nach – auch hier findet ihr kristallklares, türkisfarbenes Wasser, weiße, leere Sandstrände und … Flamingos. Und zwar jede Menge Flamingos. Am Nachmittag gegen 16 Uhr bringen Euch Jeff´s Leute dann wieder zu Eurem kululeku-Haus zurück. Mit Sicherheit ein Tag, den Ihr nicht vergessen werdet. — Kamera einpacken!! —-

Gorongosa National Park

Ab einer Gruppe von 4 Personen unternehmen wir gerne einen Trip in den Norden zu Mosambiks erstem National Park mit Euch. Der Trip dauert mindestens 3 Tage. Ihr werdet sehr früh am Morgen, gegen 5 Uhr mit einem 4×4 losfahren und den Park gegen 18 Uhr erreichen (Fahrdauer ca. 12 Stunden auf nicht befestigten, ungeteerten Staßen). Der Park ist nicht nur durch seine landschaftliche Schönheit und seinen wachsenden Tierbestand ein wahres Highlight; der Park ist auch in gewisser Hinsicht eine historische Sehenswürdigkeit. Er öffnete nämlich erst vor gut 10 Jahren (2008) seine Tore für den Tourismus, nachdem Minen gefunden und entfernt sowie der Tierbestand nach der uferlosen Wilderei nach dem Bürgerkrieg gesichert werden mussten. Der sich noch immer im Aufbau befindliche Park ist noch sehr naturbelassen, wild und familiär. Ihr seid dort im (einzigen) Hotel „Montebelo“ untergebracht und entscheidet selbst welche Tour Ihr buchen wollt, da Self-Drive- Safaris im Gorongosa verboten sind. Ihr werdet auf unzählige Vogelarten, Löwen, Elefanten, viele weitere Tiere und eine einzigartige Pflanzenvielfalt stoßen. Ein besonderes Highlight ist der Sunset-Drive am Ufer der Wetlands mit Blick auf den Mount Gorongosa.

Reiten

Seid Ihr schon mal in einer kleinen Gruppe durch Palmenwälder, üppige Savannenwege hinauf zu einem atemberaubenden Ausblick auf das Bazaruto-Archipel und am menschenleeren Strand durch türkisfarbenes Wasser geritten? Nein? Dann wird es Zeit! Der Reitstall in der Nähe von Vilanculos bietet verschiedene Schwierigkeitsgrade bezüglich der Trails, der Pferde und der Homogenität der Gruppe an.

Schnorcheln

Zwischen den paradiesischen Stränden leben hier Wale, Delfine, auto-große, seltene Schildkrötenarten und mindestens 150 Exemplare der vom Aussterben bedrohten Dugongs. Die Korallenriffe sind unbeschädigt und bilden somit einen perfekten Rückzugsort für allerlei Fischarten. Ihr werdet mit einem Boot zum so genannten Two-Mile-Reef gebracht, das sich hinter der Meerenge zwischen Bazaruto und Benguerra Island befindet. Bis zu 40 Meter Sicht sind bei guten Konditionen unter Wasser möglich, was das Riff auch bei Tauchern zum Geheimtipp macht. Es erwartet Euch eine schillernde Unterwasserwelt, für die das Archipel bekannt ist. Ein Erlebnis, dass man nicht so schnell vergisst!

Tauchen

Es spielt keine Rolle, ob Ihr bereits erfahrene Taucher seid oder während Eures Aufenthaltes Euren Tauchschein machen möchtet. Durch eine Kooperation mit einer lokalen Tauchschule, können wir Euch in beiden Fällen vergünstigte Konditionen anbieten. In vielen Foren und Reiseanbietern, werden die Tauchgebiete an der Küste Mosambiks als die schönsten weltweit deklariert. Die Umgebung, die Wasserklarheit und Artenvielfalt zieht jedes Jahr mehr und mehr Taucher an – von Rochen, Haien, Walhaien, Schildkröten, Riesenzackenbarschen, gigantischen Muränen, Doktorfischen und den farbenfrohen Rifffischen ist alles dabei. Macht Euch einfach selbst ein Bild 

Kite surfing & Beach Volleyball

In nur 5 Minuten Laufentfernung befindet sich eine Kite-Surfing-Schule. Die traumhaften Wasserfarben, die vielen Stehbereiche und der enorme Platz auf dem Wasser machen Strand von Vilanculos zum perfekten Kitesurf-Spot. Der Stand ist für Einsteiger, Aufsteiger und Profis ideal.

Die roten Dünen

Etwa 15 Kilometer nördlich von Vilanculos befinden sich die so genannten „Red Dunes“. Vilanculos und die Umgebung haben in Sachen Palmen, Strand und Meer eine Menge zu bieten. Vom höchsten Punkt der roten Dünen allerdings, zeigt sich Euch ein ganz anderes Mosambik. Besonderes während des Sonnenuntergangs, taucht der Sand in ein tiefes, leuchtendes Braun, das Meer wird dunkel und die Palmenwälder zu Euren Füßen schillern in kräftigem grün. Es wirkt, als würde eine endlos weite Savanne vor Euch liegen, in der alle Arten von wilden Tieren zu Hause sind. Und das waren sie auch mal; vor dem Bürgerkrieg. Mittlerweile gibt es einige weniger Naturschutz- und Wildlife-Projekte, die die Tiere wieder zurück in die Weiten Täler Mosambiks bringen sollen.
Ein Sonnenuntergang auf den Roten Dünen ist inklusive. Ihr werden mit einem 4×4 Jeep vom kululeku-Haus abgeholt und in ca. 30 Minuten an den Fuß der Düne chauffiert. Wir werden rechtzeitig da sein um ein paar kühle Getränke und lokale Snacks zu uns zu nehmen und der untergehenden Sonne hinter seichten Hügeln vom höchsten Punkt der Region zu zuschauen.

Local fishing

Local fishing ist eine der besten Erfahrungen, die ihr machen könnt. Mit dem Verzicht auf Luxus, ohne beschönigende Worte, durch natürlichen Fischfang, beim Kampf ums Überleben, mit einfachsten Mittel, die Reinheit, in der Einfachheit, das pures Erlebnis, mit Dreck und dem Humor, der Zuversicht und dem starken Willen der Mosambikaner – Fische und damit seinen Lebensunterhalt zu fangen; das bringt Euch der Kultur und der Geschichte der Menschen in Mosambik näher, als kaum eine andere Aktivität. Die Menschen aus Vilanculos bestreiten ihren Lebensunterhalt seit Jahrhunderten von Jahren mit der Fischerei. Damit ist keine Fischerei mit meterlangen, hochtechnologischen Massenfischfangbooten gemeint, sondern „fischen“ auf eine natürliche, körperlich harte, gedulds- und talentversprechende, aber vor allem ursprüngliche Art und Weise auf einem kleinen Dhow-Boot ohne Motor, Funksprechanlage und Warnwesten.
Die Tour mit John ist in keinem Touristenführer oder Hotel zu buchen. John spricht nur Xitswa und Portugiesisch, hat außer unseren Volunteers nichts mit Touristen am Hut und ist von Beruf: Fischer. Wie sein Vater, der Vater seines Vaters und dessen Vater. Die Tour startet morgens um kurz vor 6. Während der Ebbe ziehen John und 2 seiner Leute Euch, als auch das ganze Boot (Dhow), durchs seichte Wasser. Weder der Wind, noch die Flut, sind stark genug um das Boot um die mächtigen Sandbänke des Archipels treiben zu lassen. Das Festland entfernt sich sehr, sehr langsam, während die afrikanische Sonne aufgeht – genug Zeit, in der Stille, umgeben alleine vom Geräusch des wankenden und sich brechenden Wassers am Boot, zu sich selbst finden, zur Ruhe zu kommen und sich und seiner Umgebung bewusst zu werden. Ihr steuert die kleine Insel Margarugue an – Touristen: fehl am Platz. Neben ein paar anderen Fischerbooten und krebsfangenden Kindern seid Ihr alleine. Mit wenig Glück, fangt Ihr kleine Putzerfische, die Ihr direkt nach dem Fang in der booteigenen Küche – auf einem offenen Feuergrill – zubereitet. Mit etwas mehr Glück, könnt Ihr nach Eurem Catch Barrakudas, Thunfische, Krabben etc. genießen. Dazu serviert wird ein landestypischer „Pub-Mash“, eine Mischung aus Milch und Mais – so genau weiß das keiner  Schmeckt jedenfalls lecker! — Sonnencreme nicht vergessen —-